Aller Anfang ist schwer! Der Weg hierher war nicht immer einfach für mich. Aber ich würde um keinen Preis der Welt etwas ändern wollen. Meine Erfahrungen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin - und ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Davon können meine Kunden heute profitieren.
Über mich
Hallo, ich bin Mareike.
Ich wohne seit meiner Kindheit in Minden und arbeite hauptberuflich als Notfallsanitäterin im Schichtdienst und als zertifizierte Hundetrainerin, spezialisiert auf die besonderen Hunde, die aus der Reihe tanzen.
Hunde begleiten mich schon mein ganzes Leben. In meiner Familie waren sie immer willkommen, auch die, die als schwieriger galten. Sie kamen aus dem Tierheim und hatten ihre Vorgeschichte. Schon meine Eltern haben hinter die Kulissen geguckt.
Vor rund zehn Jahren zog mein erster eigener Hund bei mir ein: Ginger, eine Boxer Mix Hündin. Sie brauchte mit sechs Monaten ein neues Zuhause, da der Althund mit ihr überfordert war. Es war Liebe auf den ersten Blick und schon beim ersten Spaziergang brachte sie mir stolz ein altes Rehbein aus dem Gebüsch. Ginger war ein unkomplizierter Hund, freundlich mit anderen, lernwillig und schnell bereit, Grenzen zu akzeptieren. An ihrer jagdlichen Motivation mussten wir etwas mehr arbeiten, aber auch das klappte gut.
Weil mit Ginger alles so einfach war, kam nach einigen Monaten Hund Nummer zwei dazu: Wilma, etwa fünf Monate alt, aus dem Ausland, eine Französische Bulldoggen Ratonero Mix Hündin. Mit ihr wurde alles anders. Sie war meine große Herausforderung und heute weiß ich, genau darin lag mein größtes Wachstum. Wilma hatte ihren eigenen Kopf, war selbstbewusst, distanzlos gegenüber Hunden und konnte mit Grenzen überhaupt nichts anfangen. Zuhause dagegen war sie ein absoluter Traum, ruhig, verschmust und freundlich zu jedem Menschen. Das sah draußen natürlich keiner. Oft wurde sie als „Arschlochhund“ bezeichnet. Das tat weh, auch wenn ich den Begriff manchmal selbst benutzt habe, denn er ist schlicht falsch. Sie ist mein absoluter Herzenshund.
In der Hundeschule war sie allerdings das komplette Gegenteil von Ginger. Während Ginger als „Streberin“ glänzte, war Wilma schnell mit ihren Gedanken woanders. Sie konnte Übungen abrufen, aber nur zu ihren Bedingungen. Dann kam der Tag, an dem ich sie von einem anderen Hund fernhalten wollte, und ihre Antwort war, mich zu attackieren. Nach dem dritten Mal war für mich klar: So kann es nicht weitergehen.
Ich habe vieles ausprobiert, Hundeschulen gewechselt, Workshops besucht, Bücher gelesen, DVDs geschaut und das Internet rauf und runter gesucht. Die richtige Hilfe war nicht dabei. Also wich ich Hundebegegnungen aus, ging an Orte, wo niemand war, und brachte Kontakte einfach schnell hinter uns.
An diesem Punkt hatte ich aufgegeben.
Als Ginger mit nur sechs Jahren an Krebs starb, zog Luise als Welpe ein. Mir war klar: Zu Wilma kommt nur ein junger Hund, kein Überraschungspaket. Doch Luise wurde früh krank, war lange ans Haus gebunden, und durch meine Rücksicht auf Wilma mied ich viele Reize. So wurde auch Luise schnell überfordert. Hundebegegnungen waren eine Katastrophe, und lockere Leine gab es bei beiden nie.
Für Luise waren Umweltreize oft viel zu viel. Auch das Alleinebleiben überforderte sie, was meine Wände und Türrahmen zu spüren bekamen.
Mit etwa einem Jahr startete ich mit Luise noch einmal in der Hundeschule. Sie machte es toll, aber für unsere eigentlichen Probleme half es nicht. Mein Ziel war klar: Ich wollte mit meinen Hunden überall entspannt unterwegs sein. Ich liebe die Natur und die Stille, aber gerade im Urlaub wollte ich einfach entspannt spazieren gehen können, auch mit meinen Hunden an einer vollen Promenade.
Dann kam die Wende: eine Hundetrainerin, bei der alles anders war, auch der Preis. So viel Geld hatte ich noch nie in Training investiert. Aber es hat sich so sehr bezahlt gemacht. Ich habe mir ein dreimonatiges Intensivtraining gegönnt.
Diese Trainerin hat mir gezeigt, wie viel möglich ist, wenn man im Alltag ein paar Dinge umstellt und das Training wirklich zu Hund und Mensch passt. Endlich ohne Ablenkung oder Futterbestechung, was bei uns eh nie funktioniert hat.
Plötzlich konnte Wilma Grenzen annehmen und es ging ihr richtig gut damit. Sie durfte endlich mehr Freiheit genießen. Ich konnte sie in Hundekontakte lassen, weil ich wusste, wann es für sie passt. Wir wurden ein Team. Ich lernte, Luise die passende Stütze zu sein, und Wilma konnte mir zuhören, weil ich endlich verstand, was sie brauchte.
Und mein Traum durfte wachsen: selbst Hundetrainerin zu werden.
Also habe ich weiter in mich investiert, durfte so viel Wissen aufsaugen und noch lange ist das nicht das Ende meiner Träume und meines Lernens.
Heute sind Wilma und Luise meine Kollegen, etwas, das ich mir vor drei Jahren nie hätte träumen lassen. Dass meine Hunde gelassen bleiben, selbst wenn ein anderer pöbelt, war für mich damals unvorstellbar.
Jetzt weiß ich: Alles ist möglich.
Und genau dieses Geschenk möchte ich weitergeben.
Meine Botschaft an dich
Halte an deinem Traum fest und geh aus deiner Komfortzone.
Dein „schwieriger“ Hund ist vielleicht einfach noch nicht ganz verstanden worden.
Und deine größte Herausforderung ist dein größtes Wachstum.
Egal, ob ich die passende Trainerin für euch bin oder jemand anderes – es gibt immer einen Weg!